Melissa Aldana feat. Pablo Held

Zwischen Sternenstaub und Stille

Freitag, 28. August 2026

ab 19.30 Uhr

Melissa Aldana spielt kein Saxofon, um laut zu sein. Sie spielt, um Räume zu öffnen. Was dabei entsteht, ist Jazz voller Tiefe, Wärme und dieser seltenen Intensität, die noch lange nach dem letzten Ton bleibt.

Melissa Aldana – saxophone
Pablo Held – piano

Es gibt Musiker:innen, die beeindrucken wollen. Und es gibt Melissa Aldana. Die chilenische Tenorsaxofonistin zählt zu den prägendsten Stimmen des internationalen Jazz – nicht wegen großer Gesten, sondern wegen ihrer Fähigkeit, mit wenigen Tönen ganze Welten entstehen zu lassen. Geboren in Santiago de Chile, geprägt von Sonny Rollins, Wayne Shorter und John Coltrane, führt Aldana ihren Sound heute weit über klassische Jazzgrenzen hinaus. Ihre Musik ist meditativ, suchend und zugleich glasklar in ihrer Aussage. Statt Virtuosität zur Schau zu stellen, interessiert sie sich für etwas viel Schwierigeres: Klang als Gefühl. Jede Note soll atmen, erzählen, berühren. Mit Pablo Held am Klavier bringt die Grammy-nominierte Blue-Note- Künstlerin genau diese Intensität nach St. Pölten.

Mal schwebend und beinahe fragil, dann wieder voller innerer Glut, entfaltet sich ein Sound zwischen New Yorker Avantgarde, lateinamerikanischer Melancholie und modernem Jazz auf höchstem Niveau. Ihre Kompositionen wirken dabei wie kleine Filme: geheimnisvoll, emotional und voller Bewegung unter der Oberfläche. Aldanas aktuelles Schaffen kreist stark um Atmosphäre, Intimität und das bewusste Weglassen. Keine Effekte. Kein Übermaß. Stattdessen Musik, die langsam brennt – wie ein unterirdisches Feuer. Gerade darin liegt ihre enorme Kraft. Das ist zeitgenössischer Jazz voller Tiefe und innerer Spannung.

 

Wenn Melissa Aldana spielt, wird es still im Publikum. Nicht aus Höflichkeit. Sondern weil man spürt, dass hier gerade etwas Besonderes passiert.

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